Rechtssicheres Impressum für Google Business Profile und lokale Firmeneinträge

Rechtssicheres Impressum für Google Business Profile und lokale Firmeneinträge

An einem regnerischen Dienstagnachmittag im letzten November rief mich ein Kölner Handwerkskunde an, der eine Abmahnung wegen seines Google-Maps-Eintrags erhalten hatte. Der Mann war sichtlich durch den Wind – er macht einen sauberen Job auf dem Bau, aber im digitalen Paragrafendschungel fühlte er sich völlig verloren. Das Problem war kein Tippfehler oder eine falsche Telefonnummer, sondern das fehlende, direkt erreichbare Impressum in seinem lokalen Brancheneintrag.

Als Webdesigner aus Köln, der seit 2017 dutzende Projekte betreut, kenne ich das Spiel – man denkt, man hat alles im Griff, weil die Website selbst rechtssicher ist. Aber bei der Analyse fiel auf, dass der Link im Google-Profil zwar zur Website führte, das Impressum dort aber mobil erst nach endlosem Scrollen im Footer auftauchte. Das ist ein klassischer Verstoß gegen die Zwei-Klick-Regel, die besagt, dass rechtliche Pflichtangaben ohne große Umwege auffindbar sein müssen. In der Welt der Paragrafenreiter ist das wie eine Baustelle ohne Absperrung – es dauert nicht lange, bis jemand darüber stolpert.

Das Nadelöhr im Google Business Profil

Smartphone-Ansicht eines Google Business Profils mit Fokus auf das Website-Link-Feld.

Die größte technische Hürde ist die Interface-Spezifikation von Google Business Profile selbst. Man hat genau 1 Feld für die Website-URL. Viele setzen dort einfach den Link zur Startseite ein und denken, die Sache sei erledigt. Aber die Rechtsprechung zu § 5 TMG – dem Paragrafen der allgemeinen Informationspflichten – ist da ziemlich humorlos. Ein Impressum muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein.

– Das bedeutet im Klartext: Wenn ein Nutzer auf den Link in Google Maps klickt, darf er nicht erst suchen müssen. – Die maximale Klick-Anzahl laut gängiger Rechtsprechung liegt bei 2 – und zwar von jedem Punkt des Angebots aus. – Bei mobilen Ansichten zählt das Scrollen oft schon als zusätzliche Hürde, wenn die Information nicht 'above the fold' sichtbar ist.

Ich habe in den letzten Jahren vier verschiedene DSGVO- und Impressum-Tools im echten Einsatz erlebt und für jedes Projekt neu abgewogen, welches passt. Früher habe ich oft statische PDFs verlinkt, was heute ein absolutes No-Go ist – allein schon wegen der Barrierefreiheit und der schlechten Lesbarkeit auf Smartphones. Heute gehe ich da pragmatischer ran, wie ein Handwerker, der weiß, dass man für eine tragende Wand keinen Akkubohrer aus dem Discounter nimmt.

Warum easyrechtssicher hier mein Standard-Werkzeug wurde

Das Dashboard von easyrechtssicher mit Fokus auf generierte Kurzlinks für Impressumsseiten.

Die Suche nach einer Lösung, die sowohl für mich als Designer als auch für den Kunden wartungsarm ist, führte mich weg von manuellen Lösungen hin zu easyrechtssicher. Ende Januar begann ich damit, die lokalen Einträge meiner Kunden systematisch umzustellen. Der große Vorteil bei diesem Tool ist die Möglichkeit, für jeden Kunden eine eigene 'Impressums-Landingpage' zu generieren. Das ist wie eine kleine, saubere Putzkolonne, die nur dafür da ist, die rechtlichen Pflichtangaben direkt vor die Nase des Nutzers zu kehren.

Anstatt den Kunden zu zwingen, sein komplettes Webdesign anzupassen, nur damit das Impressum im Header klebt, nutze ich den speziellen Kurz-Link von easyrechtssicher direkt im Website-Feld des Google-Profils. Das löst nicht nur das rechtliche Problem der unmittelbaren Erreichbarkeit, sondern verbessert auch die Übersichtlichkeit für mobile Nutzer enorm. Es ist ein bisschen so, als würde man einen direkten Zugang zum Bauplan legen, anstatt die Leute durch den Haupteingang und drei Flure zu schicken.

Ich bin natürlich kein Anwalt und darf keine Rechtsberatung geben, aber aus der Erfahrung von dutzenden Projekten heraus ist dieser Weg der sicherste, um teure Abmahnungen wegen Wettbewerbsverstößen zu vermeiden. Fehlende Pflichtangaben in lokalen Verzeichnissen werden nämlich gerne als Vorwand genutzt, um kleinen Firmen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ähnlich wie ich es in meinem Testbericht darüber beschrieben habe, welches DSGVO Tool sich für SaaS Startups eignet, kommt es auch hier auf die Skalierbarkeit und die Automatisierung an.

Ein schwüler Nachmittag im Juli und die Erkenntnis

Hände an einer Tastatur bei der Arbeit an rechtssicheren Webeinstellungen am Abend.

Vor etwa drei Monaten dämmerte mir bei einem Projekt für eine Anwaltskanzlei – ironischerweise –, dass selbst Profis diesen Punkt oft übersehen. An einem schwülen Nachmittag im Juli saß ich in meinem Büro, das sanfte Surren meines Lüfters und das kalte blaue Licht des Monitors begleiteten mich, während ich die Impressums-Links in zwanzig Google-Dashboards kopierte. Es ist eine monotone Arbeit, aber sie ist das Fundament für die Sicherheit des Kunden.

Während ich dort saß, fragte ich mich: Warum riskieren so viele Profis teure Abmahnungen, nur weil sie zu faul sind, einen direkten Link in die Maps-Einträge zu setzen? Es ist oft die Bequemlichkeit oder schlicht Unwissenheit über die Tatsache, dass ein einfacher Link auf die Homepage rechtlich oft nicht ausreicht, wenn das Impressum dort nicht sofort ins Auge springt. Ich habe früher auch mal ein Tool empfohlen, das zwar schicke Widgets hatte, aber bei der Verlinkung für Drittplattformen völlig versagte – heute würde ich das niemandem mehr raten, weil es am Ende nur mehr Arbeit macht, wenn die Abmahnung erst mal im Briefkasten liegt.

– Man muss sich das wie eine Visitenkarte vorstellen, auf der die Adresse fehlt – völlig nutzlos im Ernstfall. – Bei lokalen SEO-Strategien ist das Impressum oft das letzte, woran gedacht wird, dabei ist es das rechtliche Rückgrat. – Wer viele verschiedene Profile pflegt, zum Beispiel für Podcaster mit Audio-Webseiten oder lokale Filialen, braucht ein zentrales Dashboard, um Änderungen global auszurollen.

Rückblickend habe ich diesen Workflow nun für über zwanzig lokale Einträge übernommen und schlafe deutlich ruhiger, wenn ich für meine Kunden das SEO-Dashboard öffne. Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern die richtigen Werkzeuge so einzusetzen, dass sie im Alltag nicht stören, aber im Falle einer Prüfung standhalten. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr aktueller Link ausreicht, sollten Sie das im Zweifel mit einem Fachanwalt klären – aber rein technisch gesehen ist die Lösung mit einer dedizierten Landingpage für das Impressum derzeit die sauberste Lösung auf meinem Schreibtisch.