Beste DSGVO Tools für Schweizer Webseiten nach dem neuen Datenschutzgesetz

DSGVO-Tools und nDSG-Konformität im Vergleich für Schweizer Webseiten

Der Kunde am Telefon redet schneller, als ich mitschreiben kann: Er hat gerade gelesen, dass er als Geschäftsführer persönlich haften soll, sobald auf seiner neuen Schweizer Seite beim Tracking oder im Impressum etwas schiefläuft, und will wissen, ob mein gewohntes DSGVO-Werkzeug aus dem deutschen Alltag das überhaupt abdeckt. Genau da beginnt der Unterschied, um den es in diesem Vergleich geht: nDSG-Konformität für eine Schweizer Website ist ein anderes Handwerk als DSGVO-Konformität für eine deutsche, und wer beide Baustellen mit demselben Webdesign-Tool bearbeitet, merkt das spätestens beim zweiten Kunden. Ich stelle deshalb zwei grundverschiedene Wege gegenüber, wie Tools mit dieser Rechtssicherheit und der nötigen Automatisierung umgehen – und wo der Unterschied im Alltag wirklich zählt.

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Bevor es weitergeht, kurz der übliche Hinweis dazu: Ich verlinke hier ausschließlich Tools, die bei echten Kundenprojekten im Einsatz waren und den Alltag überstanden haben. Ich bin Webdesigner, kein Anwalt – dieser Text ist mein Erfahrungsbericht aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Wird es bei einem Kunden heikel, hole ich mir jemanden mit Volljurist-Titel ins Boot, und das würde ich auch dir raten.

Warum ein deutsches DSGVO-Tool nicht automatisch Schweizer-tauglich ist

Wer die deutsche DSGVO-Lösung einfach unverändert auf eine Schweizer Seite kopiert, baut auf tönernen Füßen. Seit der Revision des Schweizer Datenschutzrechts drohen Geschäftsführern dort auch persönliche Konsequenzen, nicht nur der Firma als juristischer Person – genau das war der Punkt, der meinem Zürcher Kunden den Schlaf geraubt hat. Dazu kommt: Eine Schweizer Geschäftsseite braucht ein Impressum, das die dortigen wettbewerbsrechtlichen Vorgaben erfüllt, und die unterscheiden sich in etlichen Details von dem, was in Deutschland üblich ist – selbst simple Begriffe wie "Bearbeiten" statt "Verarbeiten" tauchen in Schweizer Texten anders auf, und ein Tool, das diese Nuancen nicht kennt, produziert am Ende einen Text, der zwar gut gemeint, aber am falschen Standort gebaut ist.

Genau an dieser Stelle merke ich selbstkritisch an, dass ich früher bei kleineren Projekten manchmal einfach die Standardtexte aus dem WordPress-Theme übernommen habe, ohne im Detail zu prüfen, ob sie überhaupt noch aktuell waren. Bei einer reinen Deutschland-Seite ging das über Jahre halbwegs gut – bei einem Schweizer Projekt mit der persönlichen Haftung im Nacken des Kunden würde ich mir diesen Leichtsinn heute nicht mehr erlauben.

Bildschirmansicht der Schweizer nDSG-Einstellungen in einem DSGVO-Tool für Webdesigner

Welches DSGVO-Tool erfüllt die nDSG-Konformität wirklich?

Wenn ich heute mit einem Kunden am Bildschirm sitze und gemeinsam das Impressum-Formular ausfülle, tippe ich die Pflichtfelder mittlerweile fast blind – nicht aus Stolz, sondern weil ich inzwischen genug Varianten davon durchgetestet habe, um zu wissen, welches Tool bei welchem Kunden wirklich trägt. Für Schweizer Projekte lande ich dabei häufig bei easyRechtssicher, und zwar nicht wegen einer glänzenden Oberfläche, sondern weil es sich eher wie ein solider Drehmomentschlüssel anfühlt, der einfach immer passt. Es ist ein dynamisches System – ändert sich rechtlich etwas, zieht der Text auf der Kundenseite von selbst nach, ohne dass ich mich einloggen muss, und für Schweizer Seiten gibt es eigene Einstellungen, die man in den Optionen anhakt, statt sie mühsam von Hand nachzubauen. Im Abo kostet es etwa 19 Euro im Monat, was für die meisten Kleinbetriebe locker machbar ist.

Betreust du eher lokale Handwerksbetriebe in Grenznähe, lohnt sich zusätzlich ein Blick in meinen Vergleich zum Impressum Generator für Handwerker, weil dort ähnliche Abwägungen eine Rolle spielen.

Bei Agenturen, die gleich ein Dutzend Kundenseiten gleichzeitig stemmen, sieht die Rechnung nochmal anders aus – da setze ich meist auf die Impressum/Datenschutz Automatisierung, eines von gleich drei Bausteinen, die der Anbieter Paragraf7 im Programm hat (easyRechtssicher und das AGB-Paket gehören ebenfalls dazu). Sie scannt regelmäßig nach neuen Cookies oder Skripten und zieht den Text bei Bedarf selbst nach, wie eine Putzkolonne, die jede Nacht durch den Laden geht, auch wenn der Kunde eigenmächtig ein neues Plugin installiert hat. Für Agenturen, die zehn oder zwanzig Kundenseiten gleichzeitig betreuen, kommt dazu noch die Frage nach passenden Mehrfach-Lizenzen, die den Rahmen dieses Vergleichs sprengen würde, und wer haftet, wenn ausgerechnet im Tool selbst mal ein Fehler steckt, ist nochmal eine andere Geschichte, die ich hier bewusst außen vor lasse. Wendelin, ein befreundeter Freelance-Entwickler, der bei jedem Vorbeischauen Kekse mitbringt, fragt mich regelmäßig, ob mein Cookie-Banner sauber mit dem jeweiligen Datenschutz-Tool zusammenspielt – ein Abgleich, der ein eigenes Kapitel für sich verdient hätte.

Für kleinere Projekte oder Einzelunternehmer, die jeden Franken zweimal umdrehen, ist der DSGVO Schritt-für-Schritt Generator von oliengel eine solide Wahl – man klickt sich Schritt für Schritt durch und bekommt am Ende einen fertigen Text, wie nach einem guten Bauplan. Der Haken: Man muss selbst Hand anlegen, sobald sich später etwas ändert, während easyRechtssicher das automatisch erledigt. Ob sich ein Text von selbst aktualisiert oder du ihn von Hand nachziehen musst, ist am Ende eine eigene Rechnung in Zeit und Nerven, die ich an anderer Stelle im Detail durchgerechnet habe, und was ein Kunde über die Jahre insgesamt für Tool plus gelegentliche Anwaltsstunde ausgibt, ist nochmal eine andere Gesamtrechnung, die ich hier bewusst nicht aufmache.

Auch für Fotografen, die viel mit Bildergalerien und externen CDNs arbeiten, gibt es einen eigenen Blickwinkel – dazu habe ich einen separaten Guide zum DSGVO Generator für Fotografen geschrieben, der die technischen Hürden dort im Detail zeigt.

Vergleich zwischen automatisierter Rechtstexte-Pflege und manuellem DSGVO-Generator

Nagelstudio oder Online-Shop: zwei Kunden, zwei Antworten

Rosalie Kirchner, die seit Jahren ihr Nagelstudio in Köln-Nippes über mich betreuen lässt und dabei so pünktlich zahlt wie ein Uhrwerk, ist das beste Beispiel für den einen Fall: Ihre Seite ändert sich vielleicht zweimal im Jahr, also reicht bei ihr auch ein günstigeres, manuell gepflegtes Tool völlig aus. Bei einem Schweizer Online-Shop, der laufend neue Tracking-Pixel und Zahlungsanbieter einbindet, würde ich dagegen nie unter die automatisierte Variante gehen, so viel teurer sie im Abo auch sein mag – jede neue Integration ist ein potenzielles Datenschutz-Loch, das ein statischer Text nicht von selbst stopft. Dazu kommt, dass jede Branche ihre eigenen Pflichten mitbringt: Was ein Coach oder Berater braucht, unterscheidet sich spürbar von dem, was ein Nagelstudio oder ein Shop braucht, und das ist wieder eine eigene Geschichte für sich.

Vergiss die AGB nicht: Verträge brauchen ein eigenes Werkzeug

Oft vergessen meine Kunden, dass das nDSG nicht an der Datenschutzerklärung endet. Wer online Dienstleistungen anbietet, braucht zusätzlich wasserdichte AGB, und dafür greife ich gerne zum Vertrag und AGB für Online Unternehmer von Paragraf7 – ein Einmal-Kauf ohne laufendes Abo, was viele Kunden schätzen, die kein weiteres monatliches Ticket auf der Kreditkartenabrechnung wollen. Er deckt zwar keine Datenschutzerklärung ab, ist aber für die geschäftliche Absicherung – Stichwort Haftungsbeschränkung – das richtige Werkzeug, quasi die Statik-Prüfung fürs ganze Geschäftsmodell. Die Details zum Widerrufsrecht bei Online-Verträgen sind nochmal ein eigenes Fass, das ich hier nicht aufmache, aber ignorieren sollte es niemand, der einen Shop betreut.

Mein Fazit: Welches Werkzeug in welche Kiste gehört

Mein Fazit nach etlichen Schweizer Projekten bleibt pragmatisch: Bei wechselnden Inhalten oder wenig technikaffinen Kunden greife ich zu easyRechtssicher, weil die monatlichen Kosten überschaubar bleiben und ich mir um automatische Updates keine Gedanken machen muss. Ist das Budget eng und der Kunde diszipliniert genug, den Text bei jeder Änderung selbst neu zu generieren, passt der Schritt-für-Schritt Generator besser. Geht es um einen Online-Shop oder eine Agentur, die laufend Verträge schließt, kombiniere ich die automatisierte Lösung mit den Vorlagen von Vertrag und AGB für Online Unternehmer, und genau diese Kombination ist bei mir inzwischen der Goldstandard für Schweizer Kunden.

Ein Tool nützt nur etwas, wenn du es auch wirklich pflegst. Eine makellose Datenschutzerklärung, die seit Jahren niemand mehr angefasst hat, ist genauso wertlos wie gar keine. Wer für Schweizer Kunden arbeitet, sollte deshalb auf Tools setzen, die mitwachsen – und im Zweifel trotzdem kurz den Anwalt des Vertrauens draufschauen lassen, sicher ist sicher.